1.
Begriffsdefinitionen
2. Allgemeines
3. Grundregeln
4. Punktezählung
5. Beginn eines Spiels
6. Ausschreibung
7. Zeitablauf
8. Fouls
9. Sportgerätebedienung
10. Rauchen, Trinken, Essen
11. Turnierleitung
Anhang: Skizze 1 und 2
1. Begriffsdefinitionen
1.1. Wurf (Throw): alle Dartpfeile müssen
nacheinander mit der Hand des Sportlers auf das Board geworfen werden. Ein Wurf
besteht aus drei geworfenen Dartpfeilen (Ausnahme: es genügen weniger als drei
geworfene Dartpfeile, um ein Leg zu beenden).
Der Sportler kann auch auf einzelne Pfeile des Wurfes oder auf den gesamten Wurf
verzichten. Er macht das Sportgerät für den nächsten Sportler spielbereit, indem
er die „Spieler-Wechsel-Taste“ drückt.
Der Wurf wird hinter der Abwurflinie ausgeführt. Mindestens ein Fuß muß dabei
auf dem Boden sein, sofern körperliche Gebrechen dies nicht unmöglich machen
(z.B. Rollstuhlfahrer).
1.2. Leg: Es besteht aus mehreren Würfen und ist das kleinste abgeschlossene Element eines Spieles.
1.3. Spiel (Game): ist die Begegnung zweier Sportler oder Teams (zwei Personen). Das Spiel ist dann beendet, wenn ein Sportler (oder Team) die vorher festgelegte Anzahl von Legs gewonnen hat.
1.4. Match: unter Match ist ein komplettes
Mannschaftsspiel zu verstehen. Innerhalb eines Matches sind Spiele von Sportlern
und Teams möglich. Ein Match ist sowohl die Begegnung von Mannschaften innerhalb
einer Liga, als auch „Vergleichswettkämpfe“ mehrerer Sportler mit dem Ziel, die
„Gesamtspielstärke“ zu ermitteln (als Summe der Einzelergebnisse aus allen
Begegnungen).
2. Allgemeines
2.1. Pfeile:
Alle Spieler müssen Dartpfeile benutzen, die folgenden Spezifikationen
entsprechen:
2.1.1. Sie müssen elastische Kunststoffspitzen haben, die ein Steckenbleiben in den Bohrungen des Boards ermöglichen.
2.1.2. Sie dürfen nicht länger als 15,3 cm sein.
2.1.3. Das Maximalgewicht beträgt 18 Gramm (produktionsbedingte Toleranzen von max. 5 % sind gestattet).
2.1.4. Jeder Dartpfeil sollte aus einer Spitze, dem Griffteil, dem Shaft und einem Flight bestehen.
2.2. Die Abwurflinie:
Sie ist, mit ihrer dem Sportler zugewandten Kante, in einem Abstand von 2,44 m
(waagrecht gemessen) zum Board am Boden anzubringen. Zwischen Gerät und Boden
muß ein Winkel von 90 ° bestehen. Daher ist eine Messung des Diagonalabstandes
Boardzentrum / Abwurflinie erforderlich. Bei einer Höhe von 1,72 m des
Boardzentrums (Bull) vom Boden ergibt sich ein Diagonalmaß von 2,98 m. Im
Zweifelsfall (z.B. unebener Boden) ist nur das Diagonalmaß (s. Skizze 2)
ausschlaggebend.
Die Abwurflinie ist parallel zum Board anzubringen.
Ihre Breite ist nicht festgelegt. Die Abwurflinie darf während des Wurfes weder
überschritten noch betreten werden. Es ist gestattet, sich über die Abwurflinie
zu beugen. Auch ein Abwurf neben der Linie ist – in ihrer gedachten Verlängerung
– gestattet.
2.3. Der Spielbereich:
Im Spielbereich dürfen sich während eines Spieles nur der im Wurf befindliche
Sportler und ggfs. ein Mitglied der Turnierleitung aufhalten. Sein Spielgegner
(aber auch sein Teamkollege) sowie sämtliche Zuschauer dürfen sich nicht im
Spielbereich befinden. Der Spielbereich ist in Skizze 1 definiert. Ausnahme: ist
es aus räumlichen Gründen erforderlich, die Sportgeräte eng nebeneinander zu
stellen, so darf der am „Nachbarsportgerät“ im Wurf befindliche Sportler sich
rücksichtsvoll im eigentlichen Spielbereich des anderen Gerätes aufhalten und
bewegen (Pfeile herausziehen).
3. Grundregeln
3.1. Der Sportler steht beim Wurf hinter der Abwurflinie.
3.2. Pro Wurf stehen drei Dartpfeile zur Verfügung.
3.3. Ein Dartpfeil, der im Board steckt, aber nicht die elektronische Punktezählung auslöst, darf nicht manuell gezählt werden.
3.4. Wenn ein Dartpfeil vom Board abprallt, wird
er als geworfen angesehen, egal, ob Punkte damit erzielt worden sind oder nicht.
Dieser Dartpfeil darf nicht noch einmal geworfen werden. Wenn ein Dartpfeil auf
das Board trifft, bevor die grüne Lichtanzeige „Pfeile werfen“ aufleuchtet,
werden dafür keine Punkte angerechnet. Der Dartpfeil gilt als geworfen und darf
nicht noch einmal geworfen werden.
4. Punktezählung
4.1. Dartpfeile, die neben das Board geworfen
wurden (in den Auffangring, auf die Gerätefront oder sogar neben das Gerät)
zählen Null Punkte. Diese Dartpfeile dürfen nicht noch einmal geworfen werden.
Findet kein „Fehlwurfabzug“ durch das Gerät statt, so muß der Sportler nach
seinem Wurf auf die Start/Wechsel-Taste drücken, um das Gerät für den Wurf des
Gegners bereit zu machen.
Dennoch hat derjenige Sportler, der seinen Wurf beginnt, darauf zu achten, daß
das Gerät ihm Spielbereitschaft anzeigt. (s. dazu auch „9.
Sportgerätebedienung“).
4.2. Der Sportler akzeptiert die vom Sportgerät angezeigte Punktezahl. Bei offensichtlichen Sportgerätestörungen bzw. Meinungsverschiedenheiten zwischen den Sportlern entscheidet die Turnierleitung. Nur diese kann entscheiden, ob das Spiel wiederholt wird.
4.3. In den äußeren schmalen Ring geworfene Dartpfeile zählen doppelt, die in den mittleren schmalen Ring dreifach, die ins blaue Bull’s Eye 25 und die ins rote Bull’s Eye 50 Punkte.
4.4. Für die Spielvariationen 301 und 501 (ggfs.
mit Zusatzoptionen) gilt: erzielt ein Sportler mehr Punkte, als nötig sind, um
auf Null zu kommen, so ist dieser Wurf ungültig. Sein Punktestand wird wieder
auf jenen zurückgesetzt, den er vor dem ungültigen Wurf hatte.
5. Beginn eines Spiels
5.1. Das Recht auf den ersten Wurf wird durch
Werfen je eines Dartpfeiles ermittelt. Derjenige Sportler beginnt die Begegnung,
dessen Dartpfeil im Bull‘s Eye steckt oder diesem am nächsten ist. Ein im Bull’s
Eye steckender Dartpfeil muß herausgezogen werden, bevor der Gegner wirft.
Treffen beide Sportler in das blaue oder beide Sportler in das rote Bull’s Eye,
so muß noch einmal ausgeworfen werden. Es wird nur einmal ermittelt, wer mit dem
Spiel oder Leg beginnt. Das zweite Leg beginnt der Gegner. Die Reihenfolge ist
einzuhalten. Es wird also nicht nochmals ausgeworfen.
6. Ausschreibung
6.1. Jeder Veranstalter soll eine Ausschreibung
herausgeben, in der alle für den Sportler notwendigen Informationen enthalten
sind.
7. Zeitablauf
7.1. Jeder Sportler ist verpflichtet, rechtzeitig
zu seinem Spiel zu erscheinen. Erscheint er nach angemessener Zeit (z.B. nach
zweimaligem Aufruf) – spätestens aber nach drei Minuten – nicht an der
Abwurflinie, so hat er das erste Leg verloren. Erscheint er nach weiteren drei
Minuten noch immer nicht an der Abwurflinie, so hat er das Spiel verloren.
8. Fouls
Sie können von der Turnierleitung mit Ausschluß geahndet werden.
8.1. Ablenkendes Verhalten, während ein Sportler wirft. Der Sportler, der gerade an der Reihe ist, darf die Abwurflinie nicht mehr verlassen, wenn er einen Dartpfeil geworfen hat.
8.2. Mehrmaliges Übertreten der Abwurflinie, bevor die Punktzahl des auf das Board geworfenen Pfeils angezeigt wurde.
8.3. Absichtliche Verzögerung des Spiels.
8.4. Mißbrauch der Sportgeräte, der Pfeile oder unsportliches Benehmen.
8.5. Während des Wurfes haben sich alle Spieler
ruhig zu verhalten, und nur dem im Wurf befindlichen Sportler ist es erlaubt, an
den Schiedsrichter Fragen zu richten.
Es sind auch keine verbalen Hilfen durch andere Sportler, Zuschauer oder
Funktionäre erlaubt.
8.6. Wird auf Foul erkannt, hat der Gegner –
unabhängig vom Spielstand – das Leg, eventuell sogar das Spiel – gewonnen.
9. Sportgerätebedienung
9.1. Beide Sportler haben bei Beginn darauf zu achten, daß die geforderte Spielvariante mit Optionen gestartet wird.
9.2. Jeder Sportler ist dafür verantwortlich, vor dem Werfen der Pfeile darauf zu achten, daß das Gerät die Nummer des entsprechenden Sportlers anzeigt. Wirft ein Sportler, während das Gerät die Nummer des Gegners anzeigt, ist das Spiel wie folgt fortzusetzen:
a) Hat der Sportler weniger als drei Darts geworfen, wird das Gerät durch den Schalter Start/Wechsel in die richtige Stellung gebracht und der Sportler darf nur seine verbleibenden Pfeile werfen. Der Satz wird dann normal fortgesetzt, d.h. der Gegner wirft nach erneutem Drücken der Start/Wechsel-Taste als nächster usw.
b) Wirft der Sportler alle drei Darts unter der
Nummer seines Gegners, bevor der Verstoß bemerkt wird, hat er seine Runde damit
beendet und der Gegner setzt nach Drücken der Start/Wechsel-Taste das Spiel
fort.
9.3. Sollte bei Optionen die entsprechende Taste versehentlich nicht gedrückt worden sein, so haben sich die Sportler wie folgt zu verhalten:
a) Sie informieren sofort die Turnierleitung und ersuchen um einen Schiedsrichter
oder
b) sie spielen weiter und achten darauf, der geforderten Option entsprechend, ihr Spiel zu spielen und zu beenden, z.B. bei „Double Out“ bedeutet dies: beendet ein Sportler das Leg mit einer nicht doppelten Wertung oder kommt auf die Punktezahl 1, so hat er das Spiel verloren.
Gibt es nachträglich Uneinigkeiten, so können
beide Sportler von der Turnierleitung disqualifiziert werden.
10. Rauchen, Trinken, Essen
10.1. Im Spielbereich besteht absolutes Rauch-, Trink- und Essverbot.
11. Turnierleitung
11.1. Die Turnierleitung hat bei allen
Unstimmigkeiten während des Turniers die Entscheidungsgewalt. Sie gestimmt,
entsprechend den o.a. Regeln, den Turnierablauf. Sie ist verpflichtet, sich an
die Regeln zu halten. Anweisungen und Entscheidungen der Turnierleitung sind
unbedingt Folge zu leisten.
Es wird den Sportlern empfohlen, sich mit Fragen direkt und unverzüglich an die
Turnierleitung zu wenden.
Anhang

